ERP VS CRM

Wenn man sich als mittelständisches Unternehmen auf die Suche macht nach einer neuen Unternehmenslösung kommt man oft in die Diskussion was nun jetzt besser ist, ein ausgewachsenes CRM System oder ein reifes ERP System. Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen im Folgenden ein paar Gedankengänge mitgeben

Für was steht CRM?

Der Begriff CRM steht für Customer Relationship Management, zu deutsch Management der Kundenbeziehung. Kern einer CRM Software ist somit das aktive Management einer Kundenbeziehung. Diese Art von Software konzentrieren sich im ersten Schritt auf die Verwaltung von Kundenstammdaten und davon ausgehend auf verschiedene einzelne Bewegungsdaten. Bei den Kundenstammdaten lässt sich je nach Unternehmen eine gewisse Varianz feststellen. Reicht einem Unternehmen nur die Email-Informationen, so reichert ein anderes Unternehmen diese Daten mit persönlichen Daten wie Kreditinformationen, Schufa-Auskünften oder sogar Vorstrafen an. Vor einiger Zeit war in den Nachrichten auch mal ein Fall zu lesen, indem man über Soziale Netzwerke versucht hatte, Scorings für Personen zu erstellen auf Basis ihrer Freunde in dem jeweiligen Netzwerk. Wer also viele Arbeitslose seine Freunde nennt, sollte so ein schlechteres Rating bekommen.

Komponenten von CRM sind stark auf Vertriebsmitarbeiter ausgelegt. Klassische Funktionen einer CRM Software sind Adressinformationen, Kunden und Kontakthistorie, Marketingaktionen, Mailkampagnen, Angebotserstellung, Leadreporting und Umsatzforecasts, Taskmanagement, wenn möglich Dokumenentenmangement und Zeitmanagement. Beim Zeitmanagement geht es vor allem darum, wann der Vertriebsmitarbeiter die nächste Aktion mit dem Kunden plant. Das System erinnert den VB dann meistens daran, dass er für den entsprechenden Kunden eine Aktion durchzuführen hat. Einer der bekanntesten Anbieter von CRM Software ist neben Salesforce auch Hubspot. Salesforce generierte mit knapp 57.000 Mitarbeitern im Jahr 2021 einen Umsatz von mehr als 21 Mrd $.

Für was steht ERP?

ERP steht für den Begriff Enterprise-Resource-Planning. Im Kern von ERP geht es darum alle unternehmerischen Ressourcen zu planen, zu steuern und zu verwalten. Fast jede Branche hat dabei seine eigenen Anforderungen an ERP Software. Bei ERP-Lösungen für den Mittelstand mit Fokus auf produzierendes Unternehmen liegt der Fokus im Bereich Fertigung. Wichtige Themen sind hier Materialbedarfsplanung, Produktionsplanung, Feinplanung und Fertigungssteuerung. Gemeinsame Komponenten von ERP Systemen unabhängig der Branche sind Finanz und Rechnungswesen, Controlling, Personalwirtschaft und Stammdatenverwaltung. Größter Anbieter im Bereich ERP ist SAP, gefolgt von Oracle und Sage.

ERP vs CRM

Fokussiert sich CRM auf das Management der Kundenbeziehung, so ist ERP breiter ausgelegt. Viele ERP Systeme sind mit CRM Funktionalitäten ausgestattet. Sie können aber in vielen Fällen nicht mit CRM Spezialanbietern mithalten. Einen sehr guten Überblick geben z.b. die zahlreichen Vergleiche zwischen dem Marktführer von ERP SAP und dem Marktführer von CRM Salesforce. Beide Systeme sind grundsätzlich unterschiedlich aufgebaut.

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