Welches Vergleichsobjekt kann man bei ERP-Systemen heranziehen ?

ERP – Enterprise-Resource-Planning – Unternehmensressourcenplanung – bezeichnet die Aufgabe eines Unternehmens, die vorhandenen betrieblichen Ressourcen, Kapital, Betriebsmittel und Personal effizient für den Betriebsablauf einzusetzen und damit die Steuerung von Betriebsprozessen zu optimieren. Eigentlich gibt es zu dieser Definition kein Vergleichsobjekt. Wir müssen uns diesem Thema deshalb von einer anderen Seite nähern. Die Planung und Umsetzung eines Betriebsablaufes benötigt einen theoretischen Überbau. Ihren Ausdruck findet diese Tatsache im Studienfach Betriebswirtschaft. Da es keine einheitliche Theorie gibt. ist man auf „Lehrmeinungen“ angewiesen. Dieses Wissen kann in Form von Programmen anwendbar zur Verfügung gestellt werden. Unterschiedliche Betrachtungsweisen In Abhängigkeit von der Göße eines Unternehmens sind die gegenseitigen Abhängigkeiten der verschiedenen Abteilungen unterschiedlich komplex. Bei leicht überschaubaren Einheiten reicht ein grober Überblick, um Abhängigkeiten zu beherrschen. Dieser Überblick geht bei komplexen Zusammenhängen leicht verloren, weil ein Einzelner nicht in der Lage ist, alles zu beherrschen. Analog zu diesen Gedanken würde es bei kleinen und mittleren Unternehmen reichen, Schwerpunkte des betrieblichen Prozesses in Programmen nachzubilden und die Schnittstellen der Prozesse manuell zu kontrollieren. In der Praxis wird diese Vorgehensweise durch individuelle Softwarelösungen verwirklicht. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße ist diese Vorgehensweise nicht mehr realisierbar, weil der Prozess nicht mehr überschaubar ist. An dieser Stelle kommen ERP-Systeme ins Spiel. Gute Abbildbarkeit und Flexibilität von ERP-Systemen im betrieblichen Prozess Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz von ERP-Systemen ist ein optimaler Betriebsablauf. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Man kann sich ein ERP-System bildhaft als Verstärker vorstellen. Es werden nicht nur die angenehmen sondern leider auch die Mißtöne verstärkt. Deshalb ist jeder gut beraten, der seine Eingabedaten auf logische Fehler untersucht und dieselbigen vorher bereinigt. (Auch dabei können Programme helfen.) Das Grundgerüst der betrieblichen Abläufe d. h. die logischen Abläufe sind in ERP-Systemen bereits programmiert. Wie gelingt es nun, eigene Gedanken oder Besonderheiten in die Systeme einzubringen? Das Mittel zur Wahl sind sogenannte Schnittstellen. An diesen Stellen können individuelle Besonderheiten berücksichtigt und verarbeitet werden. Dabei ist es gleichgültig, ob sie vor in oder nach dem Verarbeitungsprozess benötigt werden. Wichtig ist nur, dass sie in das ERP-System eingebettet werden können. Ein marktbeherrschendes ERP-Sysstem ist SAP. Cirka 1/4 aller ERP-Systeme basieren auf diesem System. Um die kontinuierlich gewachsene IT-Landschaft mit diesem System verträglich gestalten zu können und das ungeheuere Potential von SAP nutzen zu können, wurden in SAP Schnittstellen geschaffen, die die Verbindung zur übrigen IT-Landschaft ermöglichen. Diese Verbindung nennt sich SAP Schnittstellenprogrammierung.

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