Was ist Cloud ERP?

Sie ist in aller Munde die Cloud ERP, doch was ist die Cloud ERP überhaupt? In diesem Artikel beleuchten wir das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten angefangen von der Definition von Cloud ERP über die Funktionsweise bis hin zu den einzelnen Vorteilen als auch den jeweiligen Nachteilen.

Was versteht man unter Cloud ERP?

Bei dem Begriff Cloud ERP handelt es sich um einen zusammengesetzten Begriff aus den Wörtern Cloud und ERP. ERP steht dabei für die Abkürzung Enterprise Ressource Planning Software oder eben kurz ERP Software bzw. ERP System. Andere Namen für Cloud ERP sind ERP on Demand, oder ERP SaaS.

Die Cloud ERP basiert auf der Nutzung von Cloud-Plattformen und Diensten über das Internet in Kombination mit einem ERP System. ERP Systeme bieten zahlreiche unterschiedliche betriebswirtschaftliche Softwaremodule. Sie umfassen Finanz und Rechnungswesen-Module, Module für das Personalwesen, den Vertrieb, Sales sowie zahlreiche weitere Unternehmensbereiche wie z.B. Produktion.

Durch den Bezug von ERP-Software als Cloud-Service soll der Kauf neuer Hardware und die Pflege und Wartung durch IT reduziert werden was u.a. eine Senkung der Betriebskosten mit sich bringen soll. Hostingmodelle wie man sie bereits sehr gut im Bereich Webhosting kennt sollen dabei geschaffen werden. Die Bezahlung der Dienste folgt dabei auf einer monatlicher Gebühr, welche sich entweder nach User oder auch nach Datenvolumen und Datenverbrauch richtet. Die Cloud ERP richtet sich dabei nicht nur an Start-Ups, sondern auch an bestehende ERP Kunden in unterschiedlicher Unternehmensgröße und aus zahlreichen Branchen.

Welche verschiedenen Modelle gibt es für Cloud ERP?

Bis vor wenigen Jahren wurde ERP Software meist On-Premise (Abkürzung: On-Prem) installiert, d.h. die Installation der ERP erfolgte vor Ort beim jeweiligen Unternehmen, welcher eine eigene IT Landschaft zur Verfügung stellt.

Im Gegensatz dazu lassen sich bei Cloud Computing drei verschiedene Servicemodelle und vier verschiedene Liefermodelle unterscheiden.  Die Servicemodelle sind dabei IaaS (Infrastructure as a Service), PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service). Die vier Liefermodelle von Cloud Computing sind private cloud, public cloud, hybrid cloud und community cloud.

In Zusammenhang mit ERP Systemen in Form der On-Premise Installation kann eine „private Cloud“ aufgebaut werden. Vor allem aus Datenschutzgründen in Kombination mit IT-Sicherheit bevorzugen viele Unternehmen weiterhin diese Möglichkeit.

Die Mischform „Hybrid Cloud“ stellt eine „abgeschwächte“ ERP Cloud Lösung dar und bildet den Zwischenschritt zur public cloud. Bei der Hybrid Cloud-Lösung werden ein Teil der Unternehmensdaten in die Cloud ausgelagert, der andere Teil bleibt dabei im Unternehmen.

Public Cloud stellt dagegen eine vollständige Cloud Lösung dar.
Bei der Community Cloud, handelt es sich ebenso um eine eingeschränkte Cloudlösung bei der ein definierter Nutzerkreis von mehreren Unternehmen bestimmte Dienste nutzt.

Wie funktioniert Cloud ERP?

Da moderne Unternehmen heutzutage sehr komplex aufgebaut sind, muss das Management hinsichtlich der Wahrnehmung der Planungs- und Steuerungsaufgabe durch computergestützte ERP-Systeme flexibel unterstützt werden. Insbesondere in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit ist die Geschwindigkeit, mit der Informationen bereitgestellt werden, ein immer wichtigerer Aspekt. Aufgrund der Fähigkeiten, das Unternehmen zeitnah in seiner Komplexität abzubilden, sind ERP Systeme welche sich je nach Bedarf anpassen können in Zukunft kaum mehr wegzudenken. Das Stichwort hierzu lautet „flexibles ERP System“, am besten in Form von ERP SaaS.

Module flexibel hinzubuchen

Im Detail bedeutet dies dass im Gegensatz zu On-Premise Installationen bei Cloud ERP Module flexibel hinzugebucht oder abbestellt werden können. Unternehmen kaufen sich bei Cloud ERP ein Kernsystem, welches um zahlreiche Module aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen erweitert werden kann entweder mit Hilfe von APIs oder mit integrierten Modulen. Im Gegensatz zur On-Premise Lösung erfolgt die Bezahlung auf einer monatlicher Grundgebühr, welche sich nach Nutzer und Funktionen richtet. Für Zusatzmodule aus dem jeweiligen ERP Software Store sind entweder einmalige Einrichtungsgebühren und oder ebenfalls eine Monatsgebühr fällig. Eine meist drei-teilige Kostenstruktur für ein ERP Projekt wie Unternehmen es aus den On-Premise Installationen gewohnt sind, bestehend aus Lizenzkosten, Wartungsgebühr und Customizingaufwand entfällt dabei. Damit Unternehmen flexibel Apps, Module und Funktionen im jeweiligen ERP System Appstore hinzubuchen können, werden Softwarehersteller vermehrt ERP PaaS Lösungen anbieten. Dieser ERP Software Appstore ermöglicht es, dass einerseits Module gekauft werden können und andererseits mit Hilfe von Webservices diese Module in die ERP Software eingespielt werden können.

Grundfunktionen von ERP bleiben bestehen

Die grundlegenden Gedanken und Grundfunktionen von ERP bleiben bei der Cloud Lösung aber weiterhin bestehen. ERP soll Unternehmen helfen vorhandenen Ressourcen optimal zu lenken. Zu den Ressourcen zählen neben den Betriebsmitteln und dem Kapital auch die Mitarbeiter. Durch ERP können diese Ressourcen taktisch und strategisch eingesetzt, gesteuert und kontrolliert werden. ERP umfasst die Organisation aller dispositiven, administrativen und zu kontrollierenden Unternehmens-Tätigkeiten. Durch ERP im Allgemeinen können organisatorische Strukturen und Abläufe optimiert und eine schnellere Anpassungsfähigkeit an Markt-und Unternehmensveränderungen sowie eine Verbesserung von Geschäftsprozessen erreicht werden.

Was sind die Vorteile von Cloud ERP?

Die Cloud-basierten ERP-Lösungen bieten nicht allein den Vorteil, Kapital freizusetzen, sondern garantieren dank ihrer Struktur und dem Hinzubuchen von Funktionen mehr Flexibilität. Die individuelle Anpassung der Cloud-Anwendungen stellt heutzutage kein Problem mehr dar, sodass die Möglichkeit besteht, auch innerhalb kurzer Zeit Chancen in den Wachstumsmärkten wahrzunehmen. Dabei muss nur so viel Kapital kalkuliert werden, als dies auch tatsächlich benötigt wird.

geringere IT Ausgaben

Studien zufolge konnten Organisationen, die ihre Systeme in die Cloud verschoben haben, mehr als 15 Prozent der IT-Ausgaben reduzieren. Dieser Rückgang begründet sich nicht nur mit der Senkung der Kosten für die Rechenzentren, sondern zeigt sich auch in Hinsicht auf die Kosten für das IT-Personal.

schnelle Implementierung

Cloud-Systeme arbeiten schneller, denn die Realisierung nimmt weniger Zeit und Arbeit in Anspruch. Auch besteht keine Notwendigkeit mehr, Kapital für die Modernisierung der Infrastruktur zu investieren.

Die Einführung Cloud-basierter ERP-Systeme beansprucht deutlich weniger Zeit im Vergleich zu den On-Premisee-Lösungen. Da Cloud ERP keine physischen Infrastrukturen benötigt, werden Expansionen in neue Märkte erleichtert. Ist ein neues Unternehmen erfolgreich, kann es mittels Cloud ERP einfach und schnell skaliert werden, um den wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können. Auch bezüglich saisonaler Geschäfte können die Kosten flexibel an das Volumen der Prozesse angepasst werden. Cloud ERP eignet sich ideal um die Produktivität von Unternehmen zu steigern, da viele Routinen automatisiert und eine doppelte Datenerfassung verhindert werden kann.

höhere Effizienz

Cloud-basierte ERP-Systeme sorgen für mehr Transparenz und somit für eine gesteigerte Zugänglichkeit zu Informationen und den Möglichkeiten, Ressourcen einzusparen, wodurch wiederum die Effizienz gesteigert wird. Cloud-Nutzer haben einen Überblick darüber, wie sämtliche Ressourcen in Echtzeit zusammengehen und können dank der optimierten Übersicht über die betriebliche Daten schnellere und bessere Entscheidungen treffen.

Was sind die Nachteile von Cloud ERP

Von einigen Experten wird argumentiert, dass bestimmte Probleme, die mit der Cloud ERP einhergehen bestehen, wie beispielsweise Integrationsprobleme zwischen den einzelnen Modulen. Altanwendungen des Unternehmens werden lediglich in die Cloud verlagert, dadurch jedoch nicht behoben.

Was sind die größten Herauforderungen für Cloud ERP?

Die größte Herausforderung für Cloud ERP liegt bei dem Thema Vertrauen, Datensicherheit, Customizing und schnelle Internetverbindung, vor allem dann wenn der Sitz des Unternehmens oder der Sitz der Niederlassung abgeschieden irgendwo im ländlichen Raum mit entsprechend langsamer Internetverbindung liegt.

Wie entwickelt sich der Cloud ERP Markt?

Auch wenn aktuell noch viele deutsche mittelständische Unternehmen sehr skeptisch gegenüber der Datenhaltung in Netz sind so gehen Experten davon aus, dass der On-Premise Markt schrumpfen wird. Nur noch Großunternehmen mit einheitlicher Struktur werden auf On-Premise setzen. Viele Unternehmen werden zu Cloud ERP SaaS Lösungen wechseln. Studien zufolge sollen Unternehmen bereits im Jahr 2020 mehr für SaaS als für OnPrem ausgeben.

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Aufbewahrung von Dokumenten – was müssen Unternehmer beachten?

Alle Jahre wieder stellen sich angesichts der Papierflut im Büro und in der Verwaltung jedes Unternehmens die Frage: Welche Dokumente müssen aufbewahrt werden? Bei der Beantwortung dieser Frage müssen unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden. Erstens geht es um die alltäglichen Geschäftsabläufe des Unternehmens, für die gewisse Dokumente unverzichtbar sind. Zweitens hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben entwickelt, die vor allem dazu dienen, eventuellen Steuerbetrug auf die Schliche zu kommen. Und drittens bleibt die Frage, in welcher Form die Dokumente am besten aufbewahrt werden sollen.

Dokumente für das laufende Geschäft

Es versteht sich von selbst, dass Dokumente, die im alltäglichen Geschäft entstehen auf keinen Fall entsorgt und vernichtet werden dürfen, solange der jeweilige Geschäftsvorgang nicht vollständig abgeschlossen ist. Das gilt insbesondere für Aufträge, Angebote, unbezahlte Rechnungen und die Korrespondenz mit den Kunden. Sehr oft werden diese Unterlagen benötigt – und sei es, um nur mal eben nachzusehen, was man eigentlich mit dem Kunden vereinbart hat. Da diese Unterlagen in der Regel häufig benötigt werden, ist es ratsam, diese Dokumente in einem Aktenordner aufzubewahren, der vom Schreibtisch stets greifbar ist.

Dokumentationspflicht in Abhängigkeit des Dokuments

Ist das Geschäft abgeschlossen, bedeutet das nicht, dass die Unterlagen weggeworfen werden können – ganz im Gegenteil. Der Gesetzgeber schreibt nämlich vor, dass alle Unterlagen, die geschäftliche Prozesse betreffen, sechs bzw. zehn Jahre lang aufgehoben werden müssen.

Die kürzeren Aufbewahrungsfristen von sechs Jahren gelten im wesentliche für Dokumente, insbesondere Handels- oder Geschäftsbriefe, die empfangen und versendet wurden. Die längerer Frist von zehn Jahren gilt für Buchungsbelege wie Rechnungen, Lieferscheine, Lohnunterlagen, Verträge, Quittungen und Eigenbelege, Kassenberichte und Kontoauszüge, Abrechnungen, Saldenlisten. Auch Bücher, Aufzeichnungen, Jahresabschlüsse und Bilanzen müssen zehn Jahre lang aufgehoben werden.

Durch die Pflicht, die Unterlagen und Dokumente aufzubewahren, soll sichergestellt werden, dass die Finanzbehörden zehn Jahre lang bei der Durchführung einer eventuellen Betriebsprüfung auf diese Unterlagen zugreifen können – so lassen sich insbesondere Steuervergehen zehn Jahre lang anhand der Unterlagen nachweisen. Wer voreilig Unterlagen entsorgt, die jünger als zehn Jahre sind, verstößt gegen die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung. Im schlimmsten Falle kann das Finanzamt eine Schätzung des Gewinns vornehmen, wenn die Unterlagen fehlen. In der Regel wird der Gewinn in dieser Schätzung um vieles höher sein, als der tatsächlich erwirtschaftete Gewinn. Hohe Steuernachzahlungen sind in diesen Fällen die Regel. Die Nachsicht des Finanzamtes ist begrenzt. Die Einhaltung der Dokumentationspflicht liegt also im ureigenen Interesse des Unternehmers.

Wie funktioniert die Aufbewahrung von Dokumenten?

In welcher Form die Dokumente aufbewahrt werden, ist dem Gesetzgeber zunächst gleichgültig – auf jeden Fall muss sichergestellt werden, dass eine nachträgliche Manipulation der Unterlagen ausgeschlossen ist. Grundsätzlich falsch ist jedoch die Annahme, dass alle Dokumente im Original aufbewahrt werden müssen. Das sieht der Gesetzgeber nämlich nur bei der Eröffnungsbilanz und dem Jahresabschluss vor. Alle anderen Unterlagen können in Kopie oder sogar in einer digitalen Speicherung aufbewahrt werden.

Wichtig ist dabei, dass Rechnungen, Geschäfts- und Handelsbriefe in der gespeicherten Version bildlich dem Original entsprechen müssen. Das heißt, die Unterlagen müssen in der Regel eingescannt werden, bevor sich dauerhaft archiviert werden können. Bei elektronisch erstellten und übermittelten Rechnungen muss mit einem funktionierenden und nachvollziehbaren Kontrollsystem gewährleistet werden, dass die Rechnungen sachlich und rechnerisch richtig sind. Sie können dann auf den Datenträgern archiviert werden, wenn durch Speichermethode und Dateiformat eine späterer Veränderung ausgeschlossen ist. Wer der Dokumentationspflicht durch digitale Speicherung der Dokumente nachkommt, muss schließlich durch regelmäßige Sicherheitskopien sicherstellen, dass keine Daten verloren gehen. Einschlägige Gesetzesanforderungen für die digitale Aufbewahrung von Dokumenten sind die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen, kurz GDPdU und die Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS).

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Inventurverfahren- wie lässt sich diese vereinfachen?

Die Inventur ist ein lästiges und zeitaufwendige Verfahren, das gesetzlich vorgeschrieben ist und die sich mit einigen Inventurverfahren deutlich vereinfachen lässt.

Erstmal ist es aber wichtig festzustellen: Was ist eine Inventur? Mit der Inventur wird zu einem festgelegten Zeitpunkt der Bestand von Vermögen und Schulden wertmäßig mit Hilfe einer körperlichen Bestandsaufnahme und Bestandsführung festgestellt.

Inventur des Anlagevermögens ist eine besondere Form der Inventur

Das Anlagevermögen ist bei der körperlichen Bestandsaufnahme besonders schwierig festzustellen. Aus diesem Grund darf ein Verzeichnis zur Listung beim Anlagevermögen geführt werden. Dieses Verzeichnis muss folgende Informationen enthalten:

  • genauer Name des bestimmten Anlageguts
  • das Eingangsdatum
  • die Herstellungskosten bzw. Die Anschaffungskosten
  • der stichtagsbezogene Bilanzwert
  • das Abgangsdatum
  • Geringwertige Anlagegüter:
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter die bis 150 Euro betragen müssen nicht in die Auflistung. Auch Güter die komplett abgeschrieben werden können müssen nicht aufgenommen werden
  •  das immaterielle Anlagevermögen:
  • Verträge dienen als Grundlage für die Aufnahme von immateriellem Anlagevermögen im Inventar
  • Finanzanlagen: Für die Aufnahme von Finanzanlagen als Inventar nimmt man die entsprechenden Kontoauszüge.
  • Forderungen und Verbindlichkeiten: Die Aufnahme dieser Posten als Inventar erfolgt über die Erstellung einer Saldenliste, die alle Salden der Kreditoren- und Debitoren- Kontokorrents beinhaltet.

Welche Inventurverfahren gibt es?

Im Handelsgesetzbuch ( § 241) sind Inventurvereinfachungsmethoden erlaubt. Allerdings müssen diese zu einer Arbeitserleichterung und zur Kostenminderung führen. Zu diesen Methoden zählen die:

  • Stichtagsinventur
  • Stichprobeninventur (§ 241 (1) HGB)
  • Verlegte Inventur (§ 241 (3) HGB)
  • Permanente Inventur (§ 241 (2) HGB)

In einem Unternehmen muss nicht für alle Wirtschaftsgüter dieselbe Inventurmethode angewandt werden. Soweit die Bedingungen es erlauben, können in ein und demselben Unternehmen alle vier Inventurmethoden zur Anwendung kommen.

Wie ist der Ablauf einer Inventur?

Eine Inventur ist eine durchgeführte Bestandsaufnahme des Vermögens und aller Schulden. Laut §240 HGB muss bei Ende des Geschäftsjahres (kann unterschiedlich zum Kalendejahr sein!), bei Neugründung, der Übernahme und beim Verkauf des Unternehmens eine Inventur durchgeführt werden. Es beinhaltet eine körperliche Inventur, durch die Bestandsaufnahme des stofflichen Vermögens in der entsprechenden Stückzahl und eine Buchinventur zur Erfassung von nichtstofflichen Objekten wie Verpflichtungen und Forderungen. Die Anlageninventur beinhaltet die Aufstellung eines Anlagenverzeichnises, in dem Zu- und Abgänge aufgelistet sind. Geschäftsführer vereinfachen die Vorgänge durch einen jährlichen Inventurkalender, der die Termine nennt und die Inventurverantwortlichen bestimmt. Der Inventurverantwortliche klärt Fragen zur Planung und Durchführung der Inventur und bereitet der Inventurformulare vor.

Die Inventurplanung beinhaltet:

  1. Zeitplan
  2. Sachplan
  3. Personalplan

1. Zeitplan der Inventur

Der Verantwortliche entwirft für seinen Bereich ein Konzept zum Ablauf von Vorbereitungen und den Durchführungen der Inventur. Er legt auch fest, wie viel Zeit die Aufnahme der Daten vereinnahmen darf. Dazu gehört die Information Kunden und der Geschäftspartner zur laufenden Betriebsunterbrechung. Die dafür benötigten Belege sollten im Vorfeld fortlaufend nummeriert und vollständig sein. Eine Überprüfung der Belege vor sowie nach der Inventur muss erfolgen.

2. Sachplan der Inventur

Der Leiter stellt einen Plan zu den Organisations- zu Inventurbereichen auf. Darin werden Gebiete deutlich bestimmt und doppelte oder lückenhafte Aufzählungen vermieden. Die einzelnen Aufnahmeorte sind dabei in einem Verzeichnis gelistet. Der Inventur unterliegen Lager- und Verkaufsräume, Verkehrsflächen, Büros und Produktionsstätten, die der Inventurverantwortliche einteilt.

3. Personalplan der Inventur

Im Bereich umfasst die Planung die Bereitstellung von Personal sowie die Leitung und Überwachung der Mitarbeiter. Der Verantwortliche gibt detaillierte Arbeitsanweisungen an seine Mitarbeiter aus. Die Inventur erfolgt im Vier-Augen-Prinzip durch einen Ansager und einen Schreiber. Das Personal bekommt festgelegte Aufnahmeorten zugewiesen. Manipulationen werden durch den Einsatz von Aushilfskräfte umgangen, die in die Arbeit und den Bereich zugeteilt und angelernt werden.

Schriftlich niedergelegt werden die Namen der Mitarbeiter in der Funktion der:

  • Zähler
  • Schreiber
  • Kontrolleure

Ein firmeneigener Mitarbeiter wird pro Inventurteam bei der Arbeit eingesetzt und ist anwesend.

Inventurverfahren die eine Inventur vereinfachen

a. Stichtagsinventur

Die Stichtagsinventur schreibt die Durchführung einer Inventur innerhalb von zehn Tagen vor oder nach einem bestimmten Bilanzstichtag vor. Bestandsveränderungen auftreten, werden anhand von Belegen in ihrer Höhe, Menge und Wert fortgeschrieben und wenn nötig zurückgerechnet.
Drei Monate vor und zwei Monate nach dem Stichtag ist es erlaubt die Inventur aufzuführen. Dabei müssen die Bestandsänderungen mit Wertangabe zurückgerechnet oder fortgeschrieben werden.

b. Permanente Inventur

Die permanente Inventur ist eine laufende Erfassung der Bestandsveränderungen. Die auf Lager befindlichen Vorräte sind demnach jederzeit zu erkennen. Zusätzlich muss einmal im Jahr der Abgleich zwischen dem tatsächlichen Bestand mit dem Buchbestand erfolgen.

c. Stichprobeninventur

Die Stichprobeninventur erfolgt durch ein statistisches Verfahren und dient zur Berechnung des Gesamtbestands, nachdem die stichprobenartige Zählung der Lagervorräte erfolgt ist.

Abschluss einer Inventur

Zum Abschluss der Inventurdurchführung ist der Verantwortliche verpflichtet eine geordnete und natürlich vollständige Ablage aller Belege durchzuführen.

Inventur & Bestandsführung mit ERP Software

Nur wenige Unternehmen machen Ihre Inventur oder Bestandsführung auf Basis von Papier & Stift. Denn mit der richtigen ERP Software liegen die Inventurdaten bereits in Rohform vor und müssen nur noch entsprechend vorbereitet, aufbereitet und überprüft werden. Hierfür werden im Rahmen der Eröffnung der Inventur im ERP System Zähllisten erstellt und entsprechend ausgedruckt, die Zählungen erfasst und entsprechende Bewertung der Menge als auch des Preises vorgenommen. Je nach ERP Software stehen dabei unterschiedliche Inventurverfahren zur Verfügung. Auch das genannte Inventurverfahren der permanenten Inventur/ regelmäßige Inventur lassen sich mit den gängigsten ERP Software Lösungen abbilden. Hier wird bei Start die Lagerverwaltung entsprechend auf die regelmäßige Inventur eingestellt. Die Einstellung erfolgt dabei je nach ERP System auf Artikelgruppen oder nach Lager Unterebene, zudem kann man auch der jeweiligen Gruppe oder Ebene einen Zyklus mitgeben, in welchen Abstand die Inventur durchzuführen ist und von welchen Mitarbeiter. Der Mitarbeiter kann dabei per Alarm erinnert werden. Die SAP Business One Inventur bildet die Anforderungen ebenso ab wie die abas ERP Inventur oder andere ERP Softwareanbieter mit der Funktion der Inventur.

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Aufgaben einer Wirtschaftsdetektei

Wenn Unternehmen an den Aufgaben einer Wirtschaftsdetektei interessiert sind, hat dies meist seinen Grund. Meistens geht es darum dass Unternehmer wichtige Informationen erhalten wollen.
Der ein oder andere Unternehmner hat bereits bemerkt,dass es zu gewissen Unregelmäßigkeiten in seinem Unternehmen gekommen ist oder irgendetwas läuft anders im Unternehmen und die Ursachen hierfür sollen erforscht werden.
Nicht immer können Unterenehmer und ihre Mitarbeiter selbst erkennen, wo diese Ursachen herkommen. Um genau dieses Problem zu lösen, sollten Unternehmen sich einmal ein Bild von den Aufgaben und Leistungen einer Wirtschaftdetektei machen. Hier geht es um professionelle Ermittlungsarbeit, durch kompetente Fachleute, die hilfreich und effektiv zu Seite stehen können.
Kriminelle Handlungen in der Wirtschaft sind leider keine Seltenheit und Unternehmen haben vielleicht schon negative Bekanntschaft mit diesen Handlungen gemacht.
Auch Risiko-Minimierung gehört zu diesen Aufgaben und wer heute als Unternehmen tätig ist, der sollte diese Sorgfalt und Sicherheit bei seinen geschäftlichen Transaktion suchen. Viel zu oft wird die Sicherheit und das Risiko falsch bewertet und eine Wirtschaftsdetektei, kann schon im voraus bestimmte Fakten richtig bewerten. Handelspartner die neu mit einem in Kontakt treten bilden ein solches Risiko, denn nicht jeder neue Partner hält das, was er geschäftlich verspricht. Um genau zu wissen, welche Aufgaben man einer Wirtschaftsdetektei anvertrauen kann, sollte Unternehmen sich einen Überblick verschaffen, welche Aufgaben hier übernommen werden.

Aufgaben einer Wirtschaftsdetektei – GPS Überwachung

Aus vielen Actionfilmen ist die GPS Überwachung bekannt. Damit sind Unternehmen im Bilde, wo sich etwa bestimmte Mitarbeiter des Unternehmen genau aufhalten und Personen mit denen Firmen wirtschaftlich agieren, ihren wirklichen Aufenthalt haben. Basierend auf dem Urteil des 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs StR 32/13 ist die Überwachung von Personen durch die Anbringung von GPS-Empfängern an Fahrzeugen grundsätzlich strafbar. Strafbar macht sich dabei nicht nur die Detektei sondern es kann sich auch der Auftraggeber strafbar machen, unabhängig davon ob er Fahrzeugeigentümer ist oder nicht, entscheidend ist v.a. ob der aktuelle Nutzer von der GPS Überwachung Kenntnis hat. Als Alternative zur GPS Überwachung gibt es die klassische Beobachtung.

Unterstützung bei der Due Dilligence Prüfung

Weiter geht es mit der „Due Dilligence Prüfung“, hier kann eine Wirtschaftsdetektei das Risiko einer geschäftlichen Beteiligung schon vor dem eigentlichen Geschäftsabschluss prüfen. Wirtschaftsspionage ist ein leidiges Thema und im besonderen ist es keine Besonderheit, dass gute Unternehmen unter Betriebsspionage zu leiden haben.
Mit Hilfe einer Wirtschaftsdetektei können Firmen diese negativen Quellen lokalisieren und diese Spionage verhindern. Ein weiterer Punkt den eine solche Detektei als Aufgabe wahrnimmt, sind die Lokalisierung von Verstößen gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerb. Verstöße gegen das UWG sind ebenfalls eine wichtige Aufgabe, die eine gute Wirtschaftsdetektei für Firmen übernehmen kann. Auch der Versicherungsbetrug gehört zu den Aufgaben, die in die Kompetenz der Wirtschaftsdetektei fallen. Hier geht darum Handlungen aufzudecken, die von Firmen vielleicht unbemerkt immer wieder vorgenommen werden und Sie brauchen Beweise.

Anlagenbetrug

Auch der Anlagebetrug ist in der Wirtschaft ein Delikt, dass immer wieder vorkommt und mit dem Einsatz einer kompetenten Detektei, sind Firmen in der Lage die Geschäftspartner wirklich auf Herz und Nieren zu prüfen. Das sind nur einige Aufgaben die Firmen von einer Detekteien angeboten bekommen und diese Fachleute kennen sich aus.

Firmen wissen selbst am Besten welchen Schaden diese Handlungen im Unternehmen anrichten können. Wenn man die Leistungen einer solchen Wirtschaftsdetektei beansprucht wie z.B. der Lentz Detektei Berlin, dann hat man den Vorteil, dass viele dieser genannten Aufgaben auch wirklich professionell und rechtskonform ausgeführt werden und die durch die Detektive erarbeiteten Beweise vor Gericht Bestand haben

Fazit zur Wirtschaftsdetektei

Welche Aufgaben einer Wirtschaftsdetektei sind gefragt und wie sicher sind die Leistungen die diese Detekteien anbieten? Wirtschaftlich kriminelle Handlungen sind keine seltene Randerscheinung sondern, dort wo Gelegenheiten geboten wird, greifen diese Täter zu. Man kann anhand der gezeigten Beispiele erkennen, welche unterschiedlichen Leistungen geboten werden, die langfristig Sicherheit bieten und das Unternehemensproblem hoffentlich lösen.

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Für jeden Anwendungsfall ein eigener Zahlungsanbieter

Wenn man sich mal in der Payment Welt der Offline und Online Welt umsieht so können Unternehmen fast für jeden Anwendungsfall einen eigenen Zahlungsanbieter auswählen, angefangen von der stationären Kartenzahlung im Einzelhandel, über die Zahlung mit Prepaid-Guthaben bis hin zu verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten in der Online- & E-Commerce Welt – paypal, sofortüberweisung und zahlreiche andere Zahlungslösungen lassen grüßen. Schauen wir uns mal an welche Zahlungsarten für Unternehmen für welchen Anwendungsfall sinnvoll sind.

Überweisung

Bei dieser Form der Zahlung müssen Unternehmen viel Vertrauen in Ihre Kunden und teilweise einen langen Atem bei der Zahlung haben. Ohne wenn und aber funktioniert die Überweisung meist nicht, erst wenn Sie als Unternehmer den Kunden ab und an mahnen erfolgt die Zahlung. Dies führt bei dieser Art der Zahlung zu einem Mehraufwand. Wenn beide Vertragspartner Firmen sind, so ist dies meist die Standardzahlmethode.

Lastschrift

Vor allem wenn es um regelmäßige Zahlungen handelt, z.B. in Form von Mitgliedsbeiträgen wird diese Zahlungsform verwendet. Aber auch das Finanzamt bietet diese Form der Zahlung an. Der Vorteil liegt klar beim Unternehmen, teuer wird es vor allem wenn das Konto des Zahlungsschuldners nicht belastet werden kann. Bei Lastschriften kommt auch immer wieder das Thema Abomodelle zum Vorschein. Das Handling von Abomodellen hinsichtlich der Zahlung und Verwaltung ist nicht unbedingt einfach. Aus diesem Grund gibt es einige Zahlungsdienstleister welche sich auf diese Form spezialisiert haben. Ein sehr neuer Anbieter ist z.B. http://www.fakturia.de/ welche bis 31.12.2016 noch Betatester suchen. Weitere Anbieter sind z.B.Fastbill, Pactas oder Reskribe.

Kreditkartenzahlung

Diese Art wird vor allem im B2C Bereich im deutschsprachigen Raum eingesetzt. Im US Markt wird die Kreditkartenzahlung auch im B2B vermehrt eingesetzt. Für Unternehmen ist die Zahlungsart relativ schwer einzurichten und auch mit relativ hohen monatlichen Kosten verbunden.

Paypal

Paypal ist das Bezahlsystem im Onlinebereich. Wer einen eigenen Onlineshop anbietet der kann nicht auf Papal verzichten. Aber auch der Kauf auf Rechnung ist dank Paypal möglich. Paypal bietet in den letzten Jahren auch vermehrt Lösungen für den stationären Einzelhandel.

giropay & Sofortüberweisung

Für Kunden sieht es aus, als ob sie ihr normales Onlinebank-Fenster aufmachen. Tatsächlich ist es auch so dass Kunden auf die Onlinebanking Homepage ihrer Hausbank geleitet werden, die Bezahlung erfolgt anschließend per PIN und TAN.

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Was ist ein ERP System?

In vielen Unternehmen taucht immer wieder die Bezeichnung ERP auf. Aber was genau steckt dahinter? Was ist ERP? ERP ist eine Abkürzung für Enterprise Ressource Planning. Hierbei handelt es sich um eine Softwarelösung, die zur Ressourcenplanung eingesetzt werden kann. Diese Planung umfasst eine Vielzahl von Betriebsdaten und Geschäftsanwendungen, die in einer zentralen Datenbank gespeichert und verarbeitet werden.

Wofür kann eine ERP Lösung genutzt werden?

Alle ERP Systeme können für die Steuerung von sämtlichen in einer Organisation oder einem Unternehmen ablaufenden Geschäftsprozesse eingesetzt werden. Ein modernes ERP System sollte folgende Funktionen beinhalten:

  • Produktion
  • Beschaffung
  • Vertrieb
  • Personalwesen
  • Rechnungs- und Finanzwesen
  • Marketing
  • Controlling

Alle Funktionen der Systeme können über eine gemeinsame Datenbasis direkt miteinander verbunden werden. Somit sind die Daten übersichtlicher und strukturierter. Die Planung aller Prozesse sind dadurch über die unterschiedlichsten Unternehmensebenen möglich. Dabei ist es egal, ob es sich um verschiedene Werke oder Abteilungen handelt.

Geschichte der ERP Systeme

Die Systeme wurde zuerst nur von großen Unternehmen in der Industrie verwendet. Die Nutzung der Systeme hat sich seit dem sehr verändert. In der heutigen Zeit werden ERP Lösungen in vielen Arten von Organisationen und Unternehmen verwendet. Dabei kann es sich um Kleinbetriebe, Großunternehmen oder Familienbetriebe handeln. Einige der derzeit auf dem Markt befindlichen Systeme, wie zum Beispiel Microsoft Dynamics NAV, SAP Business One, Assecco ApPlus, abas ERP verfügen über eine Vielzahl an Funktionen. Die Systeme sind in der Lage, alle Funktionen in einer einheitlichen Datenbank zu verwalten. Die Integration von verschiedenen Prozessen und die schnelle und einfache Erfassung aller Daten aus den unterschiedlichsten Abteilungen erleichtern vor allem das Organisieren von Arbeitsabläufen und viele Arbeiten eines Unternehmens. Ein gutes ERP System liegt dabei immer in der Einschätzung des Users und vor allem ob seine eigenen Software Anforderungen abgedeckt werden.

Historie von ERP Systemen

Die eigentliche Entstehung der Systeme führt zurück in die 70er Jahre. Die ersten Variationen des ERP Systems unterstützten nur die Bedarfsplanung des Materials. In den 80er Jahren wurden die Lösungen entsprechend erweitert. Das hatte den Vorteil, dass auch die Produktionsplanung und -steuerung integriert wurde. Derartige Systeme wurden MRP II Systeme genannt, da sie einen klaren Bezug auf die Materialbedarfsplanung hatte. Die Lösungen gelten als Grundlage für die Weiterentwicklung in die Richtung einer moderneren ERP Variante.

Im Gegensatz zu den vorherigen Modellen waren derartige Systeme nicht mehr nur auf den Einsatz in der Industrie beschränkt. Vielmehr konnten sie ganz unabhängig vom jeweiligen Wirtschaftszweig eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil dieser Systeme ist, dass alle Unternehmensbereiche integriert sind und untereinander vernetzt werden können. Ein modernes ERP System wird laufend modernisiert und weiterentwickelt.

Was ist ein ERP System in der Zukunf?

Bereits Anfang 2000 tauchte der Begriff ERP as a Service auf. Die Bezeichnung stand für die neueste Generation der ERP Systemen. ERP as a Service wurde inzwischen durch die Begriffe ERP in der Cloud und Cloud-ERP ersetzt

Was ist ein ERP System in der Zukunft? Es sind internetbasierte gehostete Lösungen oder kurz ERP Saas Lösungen – sie werden in Zukunft die heutigen System Lösungen, welche auf eigener Hardware basiert, ersetzten. Diese zukünftigen ERP Systeme sind internetbasiert und unabhängig von anderen Plattformen, Module können flexibel hinzugebucht werden, gleiches gilt auch für das Bezahlmodell. Hohe anfängliche Lizenzkosten und Customizingkosten gehören der Vergangenheit an, vielmehr wird in monatlich kündbaren Abos dem Kunden eine größtmögliche Flexibilität geboten. Login Effekte wie sie bisher ab dem ersten Tag der Installation vorhanden sind gehören somit der Vergangenheit an.

Gleichzeitig sind zukünftige ERP Systeme leicht skalierbar. Der neue ERP as a Service ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen optimal geeignet. Änderungen und Anpassen können aufgrund der offenen, webbasierten und funktionalen Architektur wesentlich schneller durchgeführt werden.

Funktionen treten zudem in den Hintergrund und müssen vom jeweiligen ERP Software Anbieter automatisch erfüllt werden. Schlagwörter wie Usability und Gamification und damit verbunden dem jeweiligen Anwender eine leichte Bedienung der ERP Software zu ermöglichen, treten dabei umso mehr in der Vordergrund, auch und bereits während des ERP Auswahlprozesses.

ERP Anbieter, welche weiterhin auf Feature und Funktionsvergleiche setzen, werden langfristig nicht mit usability-optimierten Softwarelösungen, wie es der User im privaten Umfeld auch jetzt schon gewohnt ist, mithalten können. Themen wie bring your own device, d.h. Anwender bringen ihr eigenes privates Gerät mit in die Arbeit um dort mit der ERP Softwarezu arbeiten, werden weiterhin an Bedeutung gewinnen. Dies bedeutet, dass zukünftige ERP System auch auf allen unterschiedlichen Geräten funktionieren müssen nicht nur hinsichtlich Funktion sondern auch und vielmehr hinsichtlich Usability.

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Industrie 4.0 für Landwirte?

Das Internet in die damit verbundene Technologie ist aus unserem heutigen Leben kaum noch wegzudenken. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Technik auch Einzug in die Wirtschaft gefunden hat. Man spricht hierbei auch von Industrie 4.0, der Fortschritt macht hierbei vor keiner Branche halt. So gehört die Industrie 4.0 heute auch zur Landwirtschaft unter dem Schlagwort Landwirtschaft 4.0. Doch was das jetzt im Detail ist und welche Vorteile es hat, das beleuchten wir im nachfolgenden Artikel.

Was versteht man unter Industrie 4.0?

Bevor wir uns mit dem Einfluss auf die Landwirtschaft und die Vorteile beschäftigen, kümmern wir uns erst mal um die Frage, was ist überhaupt Industrie 4.0? Grundsätzlich versteht man darunter die Vernetzung der Arbeitsabläufe zwischen der realen und der virtuellen Welt. Hierbei bedient man sich unter anderem der Informationstechnologie die das Internet bietet. Hierbei werden alle Schritte in einem Arbeitsprozess miteinander verzahnt. Daraus ergeben sich Vorteile, zum Beispiel eine schnellere Produktion. Das 4.0 leitet sich aus der Geschichte ab. Mit diesen Veränderungen in unserer Wirtschaft haben wir die vierte industriegeschichtliche Änderung. Zur Erinnerung, die erste Änderung war die Einführung der Wasser- und Dampfkraft. Dann folgte die zweite Änderung mit der Fließband- und Massenproduktion im 20. Jahrhundert, die dritte Änderung in 1970er Jahren mit der zunehmenden Digitalisierung und jetzt die vierte Änderung, die Verzahnung von Arbeitsprozesse mithilfe der Informationstechnologie.

Warum ist die Landwirtschaft im Fokus von Industrie 4.0 – Landwirtschaft 4.0?

Die Veränderungen die mit Industrie 4.0 verbunden sind, sind in vielen Landwirtschaftsbetrieben heute schon angekommen. So nutzt bereits jeder fünfte Landwirtschaftsbetrieb schon die Techniken. Sicherlich werden sich jetzt viele Fragen, warum? Grundsätzlich kann man die Technik von Industrie 4.0 für Landwirte in allen Bereichen in einem Landwirtschaftsbetrieb einsetzen. Ob bei der Pflanzenproduktion, also der Bewirtschaftung von Feldern, die Verarbeitung der Ernte oder bei Tierhaltung, wie zum Beispiel der Milchviehhaltung. Sicherlich ist die Umstellung erst mal mit Kosten und einem zeitlichen Aufwand verbunden, langfristig ergeben sich daraus aber Vorteile. Welche Vorteile das sind, kann man nachfolgend erfahren.

Welche Vorteile ergeben sich durch Industrie 4.0 für Landwirte?

Mit der Nutzung von Industrie 4.0 für Landwirte sind natürlich zahlreiche Vorteile verbunden. Ein großer Vorteil ist die Einsparung von Zeit und Kosten. So kann man durch die Technik zum Beispiel genau den Bedarf der Menge von Dünger steuern. Dies wird abhängig von der Bodenqualität ermittelt. Durch diese gezielte Steuerung hat man zum Beispiel eine Einsparung bei den Kosten. Wobei aber nicht nur Zeit und Geld Vorteile sind, sondern auch die Effizienz.

Welche Anwendungsfälle von Industrie 4.0 gibt es für die Landwirtschaft?

Natürlich werden sich jetzt einige Fragen, was sind Anwendungsfälle? Wie bereits erwähnt, kann man sie in nahezu in allen Bereichen in einem Landwirtschaftsbetrieb einsetzen. Nachfolgend zwei kleine Beispiele.

Beispiel 1: Erntemaschine

Die Erntemaschine ist bei der Einholung der Ernte heute ein unverzichtbarer Bestandteil. Durch die Industrie 4.0 für Landwirte kann man bei den Erntemaschinen auf umfangreiche Sensortechnik und die damit verbundene Verzahnung zurückgreifen. So erfassen zum Beispiel die Sensoren die Menge der eingeholten Ernte, aber auch die Qualität. Zudem analysiert die Technik die aktuellen Wetterdaten und bietet Vorschläge bei der Ernte ein. Durch diese Daten und die Verzahnung hat man gleich mehrere Vorteile. Durch die Erfassung der Menge bei der Ernte, kann man nicht nur die Zahl der Erntemaschinen steuern, sondern auch den Ertrag der Ernte und letztlich auch Lagerung und den Verkauf steuern. So kann man durch die Erfassung der Qualität, die Ernte bereits direkt nach der Ernte trennen. Durch die Analyse vom Wetter, erarbeitet automatisch der Computer die richtige Ernte. Dies kann natürlich hinsichtlich der Zahl der Erntemaschinen und dem Erhalt der Qualität von Vorteil sein.

Beispiel 2: Milchviehhaltung

Das zweite Beispiel beschäftigt sich mit der Milchviehhaltung. Das manuelle Melken von Milch gehört heute der Vergangenheit an. Vielmehr greift man heute zu modernen Milchrobotern. Diese reduzieren nicht nur den Personaleinsatz, sondern durch die Ermittlung der Daten und Verzahnung, kann man genau erfassen, wieviel ein Tier zum Beispiel Milch abgibt, die Erfassung der Qualität und Menge. Was letztlich gerade für den Verkauf der Milch wichtige Informationen sind. Je nach System kann man darüber aber auch die Fütterung steuern und Gesundheitswerte erfassen. Ist ein Tier krank, so kann man dies durch die Daten frühzeitig erkennen und das Tier behandeln.

Beispiel 3: Spargelanbau

Unter dem Produktnamen Asparagus field 2.0 hat Bosch eine vernetzte Sensorlösung entwickelt, mit der man die Temperatur der Erddämme messen kann. Die Daten werden dabei von der Sensorbox über eine Cloud auf das Smartphone des Landwirts übertragen. Damit kann der Landwirt entscheiden ob er am nächsten Tag die weiße oder doch die schwarze Folie aufbringen wird.

Beispiel 4: Agrarroboter zur Beseitigung von Unkraut

Unkraut ist nicht nur für den Kleingärtner ein großes Problem, sondern auch oder vielmehr für den professionellen Landwirt. Der selbstfahrende Agrarroboter, der ohne Fahrer auskommt, vereint verschiedene Techniken wie Bilderkennung, Sensorik und maschinelles Lernen um Pflanzen zu erkennen, entsprechend zu vermessen und auch Krankheiten zu analysieren. Zudem vernichtet der Agrarroboter auch Unkraut, in dem er es mit seinem Stempel in die Erde drückt, wo es anschließend verwelkt. Die Größe des Agrarroboters entspricht dabei der Größe eines Kleinwagens.

Beispiel 5: Drohnen zur Feldüberwachung

Um Kosten und vor allem Zeit zu sparen, haben viele Landwirte vor allem bei größeren Feldflächen in Drohnen investiert um ihre Felder zu überwachen. Dank der NDVI Technologie, die Infrarot Aufnahmen ermöglichen ist es z.B. möglich sehr schnell kranke Pflanzenbestände zu. Gleiches gilt für Tiere, welche in den Feldern nisten.

Beispiel 6: Traktor und Düngerstreuer

Class bietet mit seinem ISOBUS Task Management eine Möglichkeit verschiedene Systeme zu verbinden. So z.B. Anbindug an Bürosoftware,  Anbindung an Arbeitsaufträge so z.B. ertragsbezogener Ausbringung von Düngemittel und Pflanzenschutzmittel so z.B. die Kombination von Claas CROP Sensor ISARIA mit  ISOBUS Düngerstreuer.

 

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ERP Pflichtenheft

ERP Pflichtenheft – Was ist zu beachten?

Moderne und effiziente ERP-Systeme können Unternehmen zu wesentlichen Wettbewerbsvorteilen verhelfen, da sie Geschäftsprozesse optimieren und administrative Aufwände reduzieren. Die Ausarbeitung des Pflichtenheftes erfolgt gemeinsam mit dem ERP-Anbieters, definiert den Umfang der Anpassungen des ERP-Herstellers und reguliert die einzelnen Pflichten und Leistungen. Das ERP Pflichtenheft dient dazu, Zeitpunkte für die Realisierung von Projekten bis zum Going-Live festzuhalten. Das ERP Pflichtenheft ist eine vertragliche Grundlage und dient als Maßstab für die Gewährleistung.

Was ist der Unterschied zwischen ERP Pflichtenheft und Lastenheft?

Das ERP Pflichtenheft nimmt dabei einen direkten Bezug zum Lastenheft, das durch den erarbeiteten Anforderungskatalog erstellt wurde. Das Pflichtenheft beschreibt die vom Anbieter vorgestellte Umsetzung des durch den Kunden vorgegebenen Lastenheftes. Dabei sind im Lastenheft die Kundenanforderungen genau definiert, demnach das Pflichtenheft einen Lösungsansatz jener Anforderungen darstellt und die vertragliche Grundlage zwischen Kunde und Anbieter schafft.

Bestandteile

Das ERP Pflichtenheft besteht üblicherweise aus vier Sektionen:

  • Die allgemeine Beschreibung der Anforderungen
  • Wer ist für welche Aufgabe verantwortlich und wer nimmt an der Entwicklung teil?
  • Welche Voraussetzungen sind erfüllt?
  • In welchem Umfang, wie und bis wann soll die Umsetzung stattfinden?

Im Pflichtenheft sollte genau vermerkt sein, inwieweit die Geschäftsprozesse innerhalb der Software abzubilden sind und welche davon in jedem Fall im Standard auftauchen müssen. Das ERP Pflichtenheft sollte die Vorgabe enthalten, dass z.B. Individual-Anpassungen mit neuen Release-Ständen kompatibel sein müssen, da ansonsten hohe Kosten & Folgekosten, entstehen können, da beim Einspielen neuer Releases immer wieder neue Individualanpassungen konzipiert und umgesetzt werden müssten.

Zudem muss dokumentiert werden, welches IT-Personal (Funktion, Qualifikation, Anzahl, Stunden) der Auftraggeber zur Verfügung stellen kann und in welchem Umfang es zeitlich für das Projekt verfügbar ist. es empfiehlt sich, auch aufzuführen, welche Mitarbeiter einer Fachabteilung in welchem Zeitumfang (Wochenstunden Anzahl) zur Verfügung stehen. Beispielsweise ist es notwendig, dass die Mitarbeiter der Buchhaltung den Mitarbeitern des Software Anbieters aufzeigen, auf Grund welchem Schemas eine Rechnung bearbeitet werden soll und welche Mitarbeiter an diesem Arbeitsschritt teilhaben sollen.

Ebenfalls sollten exakte Angaben über die Qualität der Schnittstellen und Altdaten nicht fehlen.

Zudem ist es wichtig, festzuhalten, zu welchem Zeitpunkt die Einführung beginnen soll und für welchen Zeitpunkt der Go-Live-Termin geplant wird, da dies Auswirkungen auf die Anzahl der Berater hat, die vom Software Anbieter eingesetzt werden sowie auf die Implementierungskosten. Ebenfalls empfiehlt es sich, Angaben zu den Vorgaben für das Lizenz-Modell, wie beispielsweise welche Organisations-Einheiten und Personal mit der Software arbeiten sollen und welche Wachstumsraten geplant wurden.

Wird nicht das Lizenzmodell vereinbart, dass für die eigene Organisationsstruktur passt, können im Falle von Veränderung der vereinbarten Lizenz-Parameter schnell hohe Folgekosten entstehen, welche eventuell über die gesamte Finanzplanung hinausgehen, beispielsweise durch Abspaltungen oder Firmenaufkäufe etc. Ein weiterer wichtiger Inhaltspunkt des ERP Pflichtenhefts sind die Vorgaben für die Formular-Erstellung sowie für das Berichtswesen, das über die ERP-Software aufgezeigt werden soll. Ein wichtiger Faktor können auch gesetzliche Vorgaben sein.

Pflichtenheft ist Grundlage des Angebotes

Das Pflichtenheft wird normaler Weise den geeigneten ERP-Anbietern übermittelt und stellt die Grundlage für deren Offerten dar. Um den Anbieter auch rechtlich an die Inhalte und Vorgaben des Pflichtenheftes zu binden, empfiehlt es sich, ihn bei Angebotsanforderung in schriftlicher Form darauf aufmerksam zu machen, dass er sein Angebot unter allen Umständen unter Berücksichtigung der Vorgaben des ERP Pflichtenheftes abgeben muss. Auch zu späteren Zeitpunkten sollte das Pflichtenheft in jedem Fall zum festen Bestandteil des Vertrages gemacht werden, um aufzuzeigen, unter welchen lizenzrechtlichen, technischen und kaufmännischen Vorgaben der Auftraggeber das ERP-System kauft. Wird es wie vermerkt in die Angebots- und Vertragsstruktur des ERP-Projekts mit eingebunden, haftet auch der Anbieter für die Einhaltung aller Aspekte im Pflichtenheft. Ein Mehraufwand kann dann nur noch für die Aspekte geltend gemacht werden, die sich außerhalb der Pflichtenheft-Vorgaben befinden.

Doch was ist zu tun, wenn der Anbieter einen Mehraufwand geltend macht, da Leistungen vom Auftraggeber abverlangt werden, die nicht im Pflichtenheft festgehalten wurden? Hierbei gilt es zunächst zu prüfen, ob sich der Anbieter auch tatsächlich im Recht befindet. Ist dies der Fall, so stellt sich die Frage, wer für den Fehler verantwortlich gemacht werden kann. In dem Fall, dass der Auftraggeber selbst das Pflichtenheft erstellt hat, muss er für den Mehraufwand aufkommen und darf seinen Regressanspruch nicht geltend machen. Hat er das Pflichtenheft jedoch von einer Drittfirma erstellen lassen, besteht die Möglichkeit, der Drittfirma den entstandene Mehraufwand in Rechnung zu stellen, soweit diese bei genauer Arbeitsweise diesen Aspekt nicht hätte vergessen dürfen. Die Faustregel gilt: Je niedriger das IT-Know-How des Auftraggebers, desto genauer sollte Punkte definiert, welche der Auftragnehmer bei dem Projekt beachten muss. Bei der Erstellung des ERP Pflichtenheftes gilt es, die Anforderungen nicht neutral zu formulieren.

Stress vermeiden mit einem erfahrenen ERP Partner

Nach dem Motto „Papier ist geduldig“ sollte man grundsätzlich auf einen  erfahrenen Implementierungspartner bauen, welcher nicht nur ein Stück ERP Software zur Verfügung stellt, sondern auch sämtliche Aspekte der Software-Implementierung übernehmen kann.

Die Softwareimplementierung beginnt eigentlich schon beim Verkaufsprozess. Denn bereits beim Ersttermin zeigt sich ob ihr zukünftiger Partner strukturiert ist und sie auch in turbulenten Zeiten unterstützen kann.

Lassen Sie sich also sehr frühzeitig die Schritte einer ERP Einführung zeigen, angefangen vom Ersttermin über die Bestandsaufnahme, Workshop, Vertragsunterzeichnung, Projektstart bis hin zum Echtstart der ERP Software. Wenn Sie unsicher bei der Lastenheft oder Pflichtenheft Erstellung sind, so lassen Sie sich von unabhängigen ERP Auswahl Beratern helfen. Im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Unternehmen, welche sich auf die unabhängige ERP-Auswahl Beratung spezialisiert haben. Achten Sie bei der Auswahl aber darauf ob der Berater tatsächlich neutral handelt oder Provisionen zwischen Partner und Berater fließen.

ERP Pflichtenheft nicht nur für Großunternehmen

Viele klein und mittelständische Unternehmen denken, dass die Erstellung eines Pflichtenheftes nur bei Großunternehmen gepaart mit Millionenbudget eine Rolle spielt, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten vor allem klein und mittelständische Unternehmen ein Pflichtenheft erstellen oder erstellen lassen. Immer wieder kommt es auch vor, dass z.B. ein Absolvent seine Bachelor- oder Masterthesis über die Einführung einer Unternehemenssoftware im jeweiligen Unternehmen schreibt. Sofern der Absolvent später im Betrieb übernommen wird, haben Sie zugleich auch schon einen sehr guten Projektmitarbeiter oder sogar Projektleiter auf Ihrer Seite.

 

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Welche unterschiedlichen Stehhilfen im Büro gibt es?

Stühle gehören in eine Küche, in ein Büro, Kinderzimmer und manchmal findet man welche auch im Wohnzimmer. Aber nicht jeder hat sofort das verlangen nach einem Stuhl, sondern möchte lieber eine Stehhilfe. Langes sitzen ist nicht nur einseitig, sondern belastet auch die Muskeln. Spätestens nach einem achtstündigen Arbeitstag im Sitzen merkt man, wie belastend diese Position ist. Selbst ergonomische Schreibtischstühle können keine Wunder bewirken. Während einem langen Arbeitstag sollte man sich kleine Übungen einprägen, um die Muskeln zu entspannen. Zu den Übungen und üblichen Drehstühlen gibt es die alternative Stehhilfe. Die Bezeichnung erinnert an ein medizinisches Instrument, welches bei Krankheit helfen soll. Jedoch handelt es sich bei einer Stehhilfe um eine Art Stuhl, die das Sitzen nicht einseitig macht und die Muskeln entspannt. In einer modernen Einrichtung sollten solche Stühle nicht fehlen. Auch wenn man der Meinung ist „jung“ zu sein, so rächt sich die belastende Sitzposition im Alter.

Stehhilfen für alle Räumlichkeiten

Ob für das Büro oder zu Hause in der Küche. Für jede Räumlichkeit wird das passende Modell angeboten. Stehhilfen unterscheiden sich stark in ihrem Design. Die Aufgabe ist jedoch bei den meisten gleich: Sitzen, ohne unnötig den Körper zu belasten. Bei einer Stehhilfe sitzt man wie gewohnt auf einer Sitzfläche. Allerdings liegt der Unterschied darin, dass die Beine frei nach unten hängen und sich somit nicht in einer starren Position befinden. Dadurch kann man die Beine zwischendurch frei bewegen und die Muskeln haben keine Möglichkeit sich zu versteifen.

Das Design der Stehhilfen ist sehr unterschiedlich. Für das Büro gibt es farbliche Modelle. Beim Kauf kann man somit das Design an die bereits bestehende Einrichtung wie z.B. den Bürotischen anpassen. Ähnlich sieht es bei den Modellen für Küchen aus. Auch hier gibt es eine große Auswahl. Die moderne Stehhilfe von heute kann in einer modernen Küche wie eine Art Barhocker erscheinen. Aber die Funktionalität ist eine andere, dass gesunde sitzen. Was aber auch in eine Küche passt, findet auch sicherlich im gastronomischen Bereich einen guten Platz. Aber auch für den Rest der Wohnung oder einem Haus werden passable Modelle angeboten.

Die Arbeitswelt besteht nicht nur aus dem Sitzen im Büro. Auch im Labor oder Industriellen Bereich werden viele Tätigkeiten im Sitzen vollbracht. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schonen, werden Stehhilfen auch speziell für die Industrie unter dem Namen Industriestühle entwickelt. Bei diesen Modellen wird nicht nur der Wert auf ein belastungsfreies Sitzen gelegt, sondern auch das Material ist anders verarbeitet. Die speziellen Stehhilfen sind so verarbeitet, dass Verschmutzungen schnell gesäubert werden können und nicht im Stoff einziehen.

Was soll beim Kauf beachtet werden?

Die Ausstattung der einzelnen Stehhilfen ist unterschiedlich. Einige Modelle lassen sich nur in der Höhe regulieren und andere sind neigbar. Auch beide Funktionen sind in einer Stehhilfe kein Problem. Man sollte jedoch nicht sparen und auf bekannte Hersteller greifen, denn nur diese können eine gewisse Langlebigkeit garantieren. Die Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen, denn an dieser kann man nicht sparen.

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Näherungsschalter PSINine

Näherungsschalter – sicher überwachen

Aus dem Bereich der Elektrotechnik möchten wir Ihnen ein besonderes Bauteil vorstellen – den Näherungsschalter. Näherungsschalter sind hoch sensible Sensoren, die lediglich auf Annäherung eines Objektes völlig kontaktfrei reagieren und in der Folge einen technischen Vorgang auslösen.

Verschiedene Arten von Näherungsschalter

Diese Sensoren funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien. Es gibt induktive Näherungsschalter, die mittels Induktion bei nichtmetallischen als auch bei ferrometallischen Gegenständen reagieren. Eine andere Gruppe von Sensoren sind die kapazitiven Näherungsschalter. Hierbei wird der Sensor durch nichtleitende Werkstoffe in Funktion gesetzt. Weiterhin sind magnetische Schalter einsetzbar, die mittels Magnetismus agieren. Auch optische Sensoren können Sie einbauen, diese reagieren dann auf Lichtreize. Zu guter letzt gehören auch die bekannten Lichtschranken zur Gruppe der Näherungsschalter. Die Funktion des Näherungsschalters wird bei dieser Bauart durch Unterbrechen des überwachten Lichtstrahles ausgelöst. Sehr effektiv sind auch Sensoren, die mittels Ultraschall durch die Reflexion von Schallwellen funktionieren. Klassisch werden diese Sensoren in der Fertigung in der Industrie eingesetzt, allerdings gewinnen diese nützlichen Bauteile auch in Verwendung beim privaten Hausbau eine immer größere Einsatzbreite.

Anwendungsfälle von Näherungsschaltern im privaten Bereich

Im privaten Hausbau kommen in erster Linie Sensoren für den Einsatz im Sicherheitsbereich für Sie infrage. Als Bewegungsmelder können Sie die Sensoren mit Lampen und Licht sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und Garten nutzen. So wird zum Beispiel unbefugten Personen der Zutritt zu Ihrem Haus erschwert. Sie können auch Näherungsschalter mit Lichtfunktion und Auslösen einer Alarmanlage im Haus koppeln. Aber auch zur Unterstützung der Sicherheit von älteren Bewohnern sind diese Bauteile hilfreich, weil Stürze durch sicheres Auslösen von Beleuchtung nur durch Annäherung vermieden werden können. Auch nachträglich können solche Schalter ohne großen Eingriff in die Bausubstanz von Ihnen eingebaut werden. Sogar im Hobbybereich, zum Beispiel im Modelleisenbahnbau bieten die Bauteile viele nützliche Funktionen. Nicht zuletzt können Sie auch Ihr Garagentor mit de Einsatz von Näherungsschaltern sehr komfortabel beleuchten oder absichern und so Ihr kostbares Kraftfahrzeug zusätzlich vor Einbruch und Diebstahl schützen.

Anwendungsfälle im Industrie Bereich

Je nach Hersteller ergeben sich unterschiedliche Anwendungsfälle für Näherungsschalter. So ergeben sich z.B. für den Näherungsschalter PSENine von Pilz, der berührungslos und verschleißfrei funktioniert, Anwendungsszenarien im Bereich der Überwachung von Nocken und Rolltoren oder auch als Impulsgeber für Zählaufgaben und zur Erfassung von Drehzahlen. Zudem ist der verdeckte Einbau z,B. in Hauben Hauben, Klappen oder Schutztüren möglich.

Fazit für Näherungsschalter

Es gibt verschiedenste technische Varianten, die auch für den Einsatz im privaten Haushalt eingesetzt werden können. Sie sollten sich individuell informieren, welche Option die für Ihre Bedürfnisse beste darstellt. Die wichtigste Verwendungsart dieser Module bleibt fraglos der Sicherheitsbereich besonders in Verbindung mit Alarmanlagen und Auslösung effizienter Beleuchtung. Neuerdings kommen aber auch immer mehr Verwendungen als zusätzliche Komfortfunktionen in den Gebrauch. Der Trend zum Smart home wird den Einsatz von Sensoren und Näherungsschaltern noch erweitern.

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